
John William Waterhouse · PD
Die Lady von Shalott blickt auf Lancelot
Details
Die Geschichte
Das viktorianische England schwärmte für Tennyson, und kein Gedicht von ihm zog die Maler so an wie The Lady of Shalott, von einer Frau unter einem Fluch, die die Welt nur durch einen Spiegel betrachten darf, während sie webt. Waterhouse malte Szenen daraus dreimal über fast dreißig Jahre hinweg. Dies ist die mittlere, von 1894, und sie hält den verhängnisvollen Augenblick fest: hoch oben in ihrem Turm hat sie im Spiegel den Ritter Lancelot vorbeireiten sehen und wendet sich vom Webstuhl zum Fenster, um ihn unmittelbar zu erblicken. Im Gedicht bricht diese Wendung den Zauber und besiegelt ihr Schicksal. Der goldene Faden, den sie gewoben hat, schlingt sich noch um ihre Knie, während sie sich erhebt. Im Jahr darauf schenkte Waterhouse das Bild der Stadt Leeds.




