
Das letzte Abendmahl
Details
Die Geschichte
Marchese Asdrubale Mattei bestellte dieses Abendmahl bei Valentin für seinen Palast in Rom, und das Museum sieht in dem Auftrag einen entscheidenden Schritt für den Aufstieg des Franzosen in der Stadt. Datiert wird das Bild auf 1625 oder 1626.
Valentin hält sich an das lange Querformat, das die Tradition verlangte. Die Apostel verteilen sich im Gleichgewicht zu beiden Seiten des Tisches, Christus sitzt genau auf der Mittelachse. Die Falte, die das Tischtuch hinabläuft, bildet ein Kreuz, und das Museum hält das für gewollt. Vorn bleibt der Tisch offen, so rückt der Betrachter nahe an Christus heran. Nach der Lesart des Museums entsteht so ein stilles Einverständnis zwischen den beiden, die den Verräter kennen, Christus aus göttlichem Vorwissen und der Betrachter von seinem bevorzugten Platz aus.
Bis 1808 blieb das Bild bei den Mattei. Danach gehörte es Kardinal Joseph Fesch, Napoleons Onkel, der in Rom eine riesige Gemäldesammlung zusammentrug. Nach der Versteigerung seines Nachlasses 1845 kam es an den Monte di Pietà, das päpstliche Pfandhaus der Stadt, und 1895 wurde es für die Nationalgalerie erworben.




