
Albrecht Dürer · PD
Maria mit der Nelke
Details
Die Geschichte
Die Nelke in der Hand des Kindes hat eine Bedeutung. Der Name der Blume kommt von Nägelein, kleiner Nagel, und ihre Knospe erinnerte an die Nägel der Kreuzigung. Wer das Bild betrachtete, sah darin einen stillen Hinweis auf die Passion. Dürer malte die Tafel 1516 in Nürnberg, als er bereits für Kaiser Maximilian I. arbeitete. Maria sitzt in fast starrer Vorderansicht vor uns, und die Pinakothek fühlt sich bei dieser Strenge an frühe Marienikonen erinnert, weit entfernt von den weicheren Madonnen, die Dürer zehn Jahre zuvor in Venedig gesehen hatte. Ungewöhnlich ist auch der Bildträger, Pergament auf Lindenholz. Schon 1607 ist das Bild in der Kammergalerie Maximilians I. von Bayern in München nachweisbar.




