
Das Martyrium des heiligen Andreas
Details
Die Geschichte
Das Museum nennt das Bild Martyrium des heiligen Andreas, und der Unterschied zum geläufigeren Titel steckt im Bild selbst. Das Kreuz steht noch nicht. Andreas ist entkleidet, die Henker legen die Hölzer erst zurecht, an die sie ihn binden werden. Dolci folgte der Legenda aurea, der Heiligensammlung des 13. Jahrhunderts, in der Andreas gefesselt und nicht genagelt wird und vom Kreuz herab noch zwei Tage lang predigt, ehe er stirbt. Unten rechts hat er signiert und 1646 datiert, mit 30 Jahren, gemalt für den Marchese Carlo Gerini. Danach nahm er das Thema noch zweimal auf, einmal für einen Florentiner Senator, einmal für einen Sammler, dessen Fassung verschollen ist. Großherzog Ferdinando III. kaufte dieses Bild 1818 zusammen mit acht weiteren aus der Sammlung Gerini für 1.000 Zecchinen, und seither hängt es in diesem Palast.




