
Das Martyrium des heiligen Stephanus
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Die Geschichte
Von Bernardo Cavallino trägt ein einziges Bild eine Jahreszahl, eine Heilige Cäcilie von 1645 in Florenz. Von den rund achtzig Werken, die ihm heute zugeschrieben werden, sind etwa acht signiert, Archivalien gibt es kaum, und gestorben ist er vermutlich in der Pest, die Neapel 1656 leerte. Der ganze übrige Bestand ist von jenem einen sicheren Jahr aus erschlossen worden. Deshalb datiert das Museum diese Leinwand nur auf etwa 1645, ohne ein Jahr festzuschreiben, und der Forscher, der sie 1965 erstmals veröffentlichte, gab ihr eine Spanne von fünf Jahren. Stephanus kniet in der roten Dalmatik des Diakons, die Hände über der Brust gekreuzt, den Kopf gehoben, die Steine liegen schon um ihn herum. Links streift eine Gruppe noch die Obergewänder ab, jene Einzelheit, die die Apostelgeschichte nennt, wenn die Zeugen ihre Kleider ablegen. Vor etwa 1950 ist über das Bild nichts bekannt. Damals war es in einer Privatsammlung in Birmingham, 1954 wurde es in London gekauft, 1989 kam es als Geschenk an den Prado.



