
Das Martyrium der heiligen Processus und Martinianus
Details
Die Geschichte
Die beiden Männer auf der Folterbank waren nach römischer Überlieferung die Wächter des Apostels Petrus. Processus und Martinianus bewachten ihn im Mamertinischen Kerker am Fuß des Kapitols, ließen sich von seiner Predigt bekehren und taufen und wurden dafür unter Nero hingerichtet. Ihre Reliquien kamen im 9. Jahrhundert nach Sankt Peter und ruhen bis heute in einer Porphyrurne unter dem mittleren Altar des nördlichen Querschiffs.
Für genau diesen Altar entstand das Bild, als Auftrag, der über Kardinal Francesco Barberini, den Neffen Papst Urbans VIII., vergeben wurde. Das Museum datiert es auf 1629. Valentin rückt die Marter ganz nach vorn, die Henker beugen sich dicht über die Körper und verbergen ihre Gesichter, und von oben bringen Engel die Palmen der Märtyrer. In der Basilika war die Feuchtigkeit der eigentliche Feind. Im 18. Jahrhundert ersetzte man die Altarbilder nach und nach durch Mosaikkopien, die nicht verfallen konnten, und die Kopie dieses Bildes, 1737 vollendet, hängt noch heute über dem Altar, für den es gemalt wurde.




