Die Netze, Honfleur

Die Netze, Honfleur


Details

Jahr
1912
Technik
Öl

Die Geschichte

Honfleur an der normannischen Kueste ist der Ort, an dem die franzoesische Malerei gelernt hat, dem Wetter nachzujagen. Eugene Boudin arbeitete dort schon in den 1860er Jahren an den Straenden, und der junge Claude Monet folgte ihm, beide auf der Jagd nach dem fluechtigen Licht ueber der Seinemuendung. Vallotton besass in derselben Stadt ein Haus und verbrachte hier seine Ferien. 1912 malte er diese Kueste und tat genau das Gegenteil. Er kehrt dem malerischen Hafen den Ruecken und zeigt einen kahlen, wettergegerbten Uferstreifen unter einem schweren, regenschweren Himmel, an dem eine Baumreihe wie versteinerte Schatten steht. Solche Landschaften baute er fern vom Motiv, komponiert statt beobachtet, und darum wirkt alles so reglos. Durch eine einzige Wolkenluecke faellt das Licht auf die oberen Raender der zum Trocknen aufgehaengten Fischernetze, die dabei fast tuerkis aufleuchten, und auf den Weg, wo zwei einsame Gestalten weitergehen.

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