
Der Maler in seinem Atelier
Details
Die Geschichte
Lange hielt man diese kleine Holztafel, kaum größer als ein Briefbogen, für ein Selbstbildnis. Ein Maler sitzt im Profil an der Staffelei, die Palette in der Hand, hinter ihm eine Statue, und es lag nahe, darin den jungen Boucher bei der Arbeit zu sehen. Zur Person äußert sich der Louvre vorsichtig, zum Bild auf der Staffelei dagegen genau. Es ist Bouchers eigener Neapolitanischer Hirte, eine Komposition, die durch einen Stich bekannt ist. Wer auch immer hier sitzt, malt also einen Boucher.
Das Museum datiert die Tafel zwischen 1725 und 1730, als Boucher in seinen Zwanzigern war. Später gehörte sie Hubert Robert, dem Maler der Ruinen, und wurde 1809 aus seinem Nachlass verkauft. 1869 vermachte der Arzt Louis La Caze, ein Sammler französischer Malerei, sie dem Louvre.




