
Hans Holbein the Younger · PD
Der schmerzensreiche Christus und die trauernde Jungfrau Maria
Details
Die Geschichte
Diese beiden kleinen Tafeln gehören zusammen, ein klappbares Paar für das private Gebet. Auf der einen sitzt Christus, mit Dornen gekrönt, erschöpft und wartend, der Typus des Schmerzensmanns. Auf der anderen wendet sich seine Mutter im Schmerz ab, die Mater Dolorosa, die Hände an die Brust gezogen. Holbein malte sie um 1520 in Basel, als Bilder dieser Art die Kirchen und Häuser der Stadt noch füllten. Binnen eines Jahrzehnts änderte sich das gründlich. 1529 erreichte die Reformation Basel, und Menschenmengen zogen durch die Kirchen, rissen religiöse Bilder herab und verbrannten sie. Ein Objekt wie dieses überstand das vor allem deshalb, weil es klein, privat und leicht wegzuräumen war. Die Trauer bleibt still und nah, jede Gestalt für sich auf ihrer eigenen Tafel.




