Die Königin von Saba vor Salomo

Die Königin von Saba vor Salomo


Details

Künstler
Konrad Witz
Jahr
1435
Technik
Öl auf Eichenholz
Gattung
Gemälde
Maße
85,8 × 80,3 cm

Die Geschichte

Wer in der Gemäldegalerie vor dieser Tafel steht, sieht nur eine ihrer beiden Seiten. Konrad Witz bemalte die Eichenholztafel um 1435 für den Heilsspiegelaltar, ein großes Flügelretabel, das er vermutlich für St. Leonhard in Basel schuf. Die Begegnung der Königin von Saba mit König Salomo saß auf der Innenseite eines Flügels und war nur bei geöffnetem Altar zu sehen. Auf der Außenseite stand die Synagoge, die Verkörperung des Alten Bundes. Irgendwann wurde die Tafel in ihrer Stärke gespalten, und aus einem Stück wurden zwei Bilder. Die Synagoge gehört heute dem Kunstmuseum Basel, die Königin wurde 1913 für Berlin erworben. Dass beide zusammengehören, verrät das Holz: Die Fugen zwischen den Brettern verlaufen auf beiden Seiten an genau denselben Stellen. Das Bildprogramm folgt dem Heilsspiegel, einem viel gelesenen Erbauungsbuch des späten Mittelalters, das Geschichten des Alten Testaments als Vorausdeutungen auf Christus verstand. Die Königin, die aus dem Osten mit Geschenken zu einem weisen König reist, galt darin als Vorbild der Heiligen Drei Könige. Witz lässt sie kniend ein hohes goldenes Deckelgefäß zu Salomo hinüberreichen.

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