
Der rote Baum
Details
Die Geschichte
Dieses Bild sollte von Anfang an Teil einer Wand werden. Der Amsterdamer Versicherungsmakler Andries Bonger zahlte Redon im August 1905 dafür 300 Francs und ließ die Leinwand in seinem Haus an der Vossiusstraat in die Wand einsetzen, neben einer zweiten Tafel mit einem Buddha, so dass beide im Zimmer wie Wandmalerei wirkten. Daher das hohe schmale Format von etwa 173 zu 88 Zentimetern, in dem sich die Blüten über der knienden Gestalt nach oben auffächern und die ganze Höhe füllen. Gemalt ist alles in Leimfarbe, Pigment in Leim gebunden, die rasch trocknet und kaum Korrekturen erlaubt. Bonger kaufte zwischen 1894 und 1908 immer weiter bei Redon, am Ende etwa 29 Gemälde, 19 Pastelle und das komplette grafische Werk. 36 Arbeiten aus dieser Sammlung sind heute in Amsterdam, nach einer Vereinbarung zwischen seinen Erben und dem niederländischen Staat.




