
Ernst Ludwig Kirchner · PD
Die Russin
Details
Die Geschichte
Auf der Rückseite steht in Kirchners Hand „E. Kirchner, Die Russin“, vorne rechts unten die Signatur. Wer die Frau im blauen Mantel war, ist nicht überliefert. Kirchner malte sie 1912, in seinem ersten vollen Jahr in Berlin, ganzfigurig vor einem roten Sessel und über einem bunt gemusterten Teppich. Das Bild kam in das Kaiser-Friedrich-Museum in Magdeburg und ging 1932 mit der Ausstellung „Neuere deutsche Kunst“ auf Reisen, nach Oslo, Bergen, Stavanger, Malmö und Kopenhagen, zum Schluss nach Köln. Am 18. August 1937 wurde es in Magdeburg als „entartet“ beschlagnahmt und gelangte an den Berliner Kunsthändler Ferdinand Möller. 1947 vermittelte die Berliner Galerie Gerd Rosen, eine der ersten, die nach dem Krieg öffneten, das Bild nach Köln, in die Sammlung moderner Kunst, die der Rechtsanwalt Josef Haubrich der Stadt geschenkt hatte. Seit 1976 gehört es dem Museum Ludwig.




