
Vincent van Gogh · CC-BY-SA-4.0
Der Sämann (Sämann bei Sonnenuntergang)
Details
Die Geschichte
Ende Juni 1888 griff Van Gogh in Arles einen Vorwurf auf, der ihn seit Jahren beschäftigte. Jean-François Millet, der französische Maler der Bauernarbeit, hatte 1850 einen Sämann gemalt, in Grau und Braun, und Van Gogh verehrte ihn. Seine eigene Fassung sollte modern sein und vor allem farbig sein. So steht eine riesige zitronengelbe Sonne tief am Horizont, darüber ein gelbgrüner Himmel, darunter ein blauviolettes Feld. Die Erdschollen sind so dick aufgetragen, dass die Farbe beinahe als Relief stehen bleibt. Hinter dem Sämann bleibt das reife Korn stehen, so dass Aussaat und Ernte in einem Bild liegen. Dem Maler Émile Bernard, einem Freund aus Pariser Tagen, schrieb er, das Ewige ziehe ihn an, und Sämann und Garbe seien dafür seine Zeichen.





