
Jusepe de Ribera · PD
Die Dreifaltigkeit
Details
Die Geschichte
Für dieses Bildthema gibt es einen eigenen Namen, den Gnadenstuhl. Gott Vater hält den toten Sohn vor sich hin, dazwischen die Taube des Heiligen Geistes. Seit dem Mittelalter wurde die Formel in ganz Europa wiederholt, und Ribera malt sie um 1635 ohne jede Milderung. Der Vater bleibt hieratisch und unbewegt in schwerem Gewand, der Leichnam davor ist blaustichig, das Blut läuft bis auf Lendentuch und Leichentuch. 1820 kaufte Ferdinand VII. die Leinwand für die königliche Sammlung, und zwar beim Maler Agustín Esteve, einem Porträtisten aus Valencia, der lange an Goyas Seite gearbeitet hatte. Das Museum am Prado war damals gerade ein Jahr alt. Eine zweite, leicht abweichende Fassung desselben Themas hängt im Kloster El Escorial.




