
Triumphzug des Bacchus
Details
Die Geschichte
Bacchus, der Gott des Weines, kehrt im Triumph aus Indien zurück, und Heemskerck lässt sehen, woher er kommt. Bei den Rädern des Wagens läuft ein Panther, und unter den Feiernden gehen dunkelhäutige Begleiter, das alte Zeichen dafür, dass der Gott den Orient erobert hat. Der Zug verbindet die glatte, polierte Nacktheit antiker Statuen mit Witz und einigen ausgesprochen derben Momenten. Die Tafel entstand um 1536 oder 1537, wohl gleich nach der Rückkehr des Malers nach Haarlem, und das Museum sieht in ihr den ersten Höhepunkt seines muskulösen Figurenstils, den er aus der römischen Malerei mitnahm. Für seine Signatur wählte er einen passenden Ort. Links unten liegt ein kolossaler Marmorfuß, abgebrochen von irgendeiner Riesenstatue, und auf seinem Sockel steht Martinus Hemskerkius pingebat, lateinisch für Maarten van Heemskerck malte gerade daran. Diese Verlaufsform geht auf Plinius den Älteren zurück, der berichtete, die großen griechischen Maler hätten so signiert, als sei ein Werk nie ganz vollendet.




