
Paolo Veronese · PD
Die Hochzeit zu Kana
Details
Die Geschichte
Im Jahr 1652 schrieb der Maler Pietro da Cortona über eine einzige Figur dieses Bildes, sie allein verdiene es, ein großes und außerordentliches Wunder der Kunst genannt zu werden. Gemeint ist der Mundschenk im grell orangefarbenen Überwurf. Er hält ein Weinglas mit ausgestrecktem Arm vor sich und prüft mit Kennerblick, was eben noch Wasser war. Gleich daneben ruht der Blick Christi auf demselben Glas. Um diesen Moment versammeln sich Maria, das Brautpaar, Gäste, Musikanten und Diener an einer Tafel vor prächtiger Palastarchitektur. Veronese malte das Bild um 1571 für den Palazzo der venezianischen Kaufmannsfamilie Cuccina. Dasselbe Thema hatte er knapp zehn Jahre zuvor schon einmal gemalt, für das Refektorium der Benediktiner von San Giorgio Maggiore, auf einer fast zehn Meter breiten Leinwand, die heute im Louvre hängt.





