
Hans Holbein the Younger · PD
Thomas Howard, 3. Herzog von Norfolk (1473-1554)
Details
Die Geschichte
Als Holbein ihn um 1539 malte, gehörte Thomas Howard, Herzog von Norfolk, zu den mächtigsten Männern am Hof Heinrichs VIII. Die beiden Stäbe in seinen Händen stehen für seine Ämter. Der goldene gehört zum Earl Marshal, der weiße zum Lordschatzmeister, und über der Brust liegt die Kette des Hosenbandordens. Eine Dreiviertelfigur wie diese hat Holbein nur selten gemalt, fast nur für Männer in den höchsten Hofämtern, und der Herzog wirkt darin stattlicher, als er war. Ein venezianischer Gesandter beschrieb ihn als klein und hager. Bei einer Restaurierung kam unter einer nachgedunkelten Übermalung der grüne Hintergrund wieder zum Vorschein, und der Luchspelz seines Mantels zeigt sich nun so wirklichkeitsnah wie der auf Holbeins Doppelbildnis „Die Gesandten“. Sieben Jahre später saß Norfolk wegen Hochverrats in Haft. Der Hinrichtung entging er nur, weil der König in der Nacht davor starb.




