
Triumph der Winterkönigin: Allegorie der Gerechten
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Die Geschichte
1636 hatte Elisabeth Stuart wenig zu feiern. Die Tochter Jakobs I. von England war nur einen einzigen Winter, 1619 bis 1620, Königin von Böhmen gewesen und lebte seitdem im Exil in der Republik der Niederlande. Ihr Mann Friedrich war vier Jahre zuvor gestorben, und ihr Bruder, Karl I. von England, wollte keinen Krieg führen, um ihrem Sohn Karl Ludwig die Pfalz zurückzugewinnen. Also bestellte sie bei Gerard van Honthorst, der für die Höfe in Den Haag malte, einen Triumph.
In Hermelin und mit dem böhmischen Zepter fährt sie auf einem Wagen, den drei Löwen ziehen, meist gedeutet als England, die Pfalz und die Niederlande. Um sie herum sind ihre Kinder, 13 an der Zahl, Lebende und Tote zusammen. Oben links stehen im goldenen Licht ihr Mann und ihr ältester Sohn Friedrich Heinrich mit Palmzweigen. Der Junge war 1629 mit 15 Jahren ertrunken, als sein Boot auf dem Haarlemmermeer unterging, einem großen See bei Haarlem. Deshalb liegt Neptun, der Gott des Meeres, unter den mit Spitzen besetzten Rädern ihres Wagens, zusammen mit dem Neid und dem Tod.
Die Leinwand ist gut drei Meter hoch und fast fünf Meter breit. 1998 gehörte sie Prinz Ernst August von Hannover, dessen Haus von Elisabeths jüngster Tochter Sophie abstammt. Heute ist sie eine Leihgabe aus Privatbesitz an das Museum of Fine Arts. Die Restauratoren des Museums haben sie 18 Monate lang vor den Augen der Besucher gereinigt, bevor sie 2013 gezeigt wurde, und sie füllt dort einen Saal, der der Kunst im Exil gewidmet ist.




