
Paul Gauguin · PD
Zwei Badende
Details
Die Geschichte
Den Winter 1886 auf 1887 verbrachte Gauguin in Paris, knapp bei Kasse und ohne eigenes Atelier. Er arbeitete vor allem in der Töpferwerkstatt von Ernest Chaplet, wo in wenigen Monaten Dutzende Steinzeuggefäße von seiner Hand entstanden. In dieser Zeit malte er auch diese große Leinwand, nach Studien, die er im Sommer zuvor in Pont-Aven in der Bretagne gemacht hatte.
Zwei nackte Mädchen am Wasser, in klaren Umrissen und breiten Flächen. Gauguin orientierte sich dabei an Puvis de Chavannes und an Körperhaltungen, wie Degas sie für seine Badenden benutzte. Im April 1887 stieg er aufs Schiff nach Panama und weiter nach Martinique. Manche vermuten, er habe die Leinwand nach seiner Rückkehr im November noch einmal überarbeitet, sicher ist das nicht. Die vordere Figur nahm er 1889 wieder auf, in einer Zinkdruckgrafik mit bretonischen Badenden, die er in einem Pariser Café am Rand der Weltausstellung zeigte.




