Zwei Männer in Betrachtung des Mondes

Caspar David Friedrich · PD

Zwei Männer in Betrachtung des Mondes


Details

Jahr
1825
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
34,9 × 43,8 cm

Die Geschichte

Wer um 1820 in Deutschland zwei Männer in altdeutscher Tracht malte, berührte einen wunden Punkt. Nachdem ein Burschenschafter den Schriftsteller August von Kotzebue ermordet hatte, verboten die Karlsbader Beschlüsse von 1819 die Burschenschaften, verschärften die Zensur und leiteten die sogenannte Demagogenverfolgung ein. Die altdeutsche Tracht galt von da an als Zeichen liberaler, verdächtiger Gesinnung. Genau so kleidete Friedrich seine beiden Mondbetrachter. Als der Dichter Karl Förster im April 1820 das Atelier besuchte, kommentierte Friedrich die erste Fassung, die heute in Dresden hängt, mit trockenem Humor: „Die machen demagogische Umtriebe.“ Das Bild im Metropolitan Museum in New York ist eine spätere Wiederholung aus der Zeit um 1825 bis 1830. Am Himmel steht die schmale Sichel des zunehmenden Mondes, seine dunkle Seite ist schwach erhellt, und gleich rechts daneben leuchtet klein der Abendstern, die Venus.

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