Vel Saties und Arnza (François-Grab)

Vel Saties und Arnza (François-Grab)


Details

Künstler
Unbekannter etruskischer Maler (klassische Zeit)
Jahr
-330
Technik
Malerei auf Putz über Tuffstein (Wandmalerei), im 19. Jahrhundert von den Grabwänden abgelöst und als Tafeln montiert
Gattung
Wandmalerei

Die Geschichte

Wenn ein römischer Feldherr einen Triumph feierte, fuhr er in einer purpurnen, goldbestickten Toga durch die Stadt, der toga picta. Antike Autoren schrieben, solche Herrschaftszeichen seien einst von den Etruskern nach Rom gekommen. Im Grab, das seine Familie zwischen 340 und 320 v. Chr. in Vulci ausmalen ließ, trägt Vel Saties etwas sehr Ähnliches, ein tiefpurpurnes Gewand voller kleiner tanzender Figuren, dazu einen Kranz auf dem Kopf. Oft gilt das Bild als frühe Darstellung der toga picta. Die britische Althistorikerin Mary Beard gehört allerdings zu denen, die auf die geraden Säume hinweisen, die eher an einen griechischen Mantel denken lassen.

Vel Saties hat dieses Grab angelegt und seine Ausmalung bezahlt, und hier sehen wir sein Bildnis. Neben ihm steht eine viel kleinere Gestalt mit dem Namen Arnza, was so viel heißt wie der kleine Arnth, ein Dienerknabe oder vielleicht ein Zwerg, mit einem Vogel an einer Schnur. Meist wird die Szene als Vogelschau gedeutet, bei der man aus dem Flug eines Vogels den Willen der Götter las.

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