
Attributed to Sandro Botticelli · PD
Venus
Details
Die Geschichte
Im Jahr 1821 kaufte der preußische Staat die Sammlung des englischen Kaufmanns Edward Solly, rund 3000 Bilder, die zum Grundstock der Berliner Gemäldegalerie wurden. Unter ihnen war diese Venus. Wer die Geburt der Venus in den Uffizien kennt, erkennt die Göttin sofort wieder. Muschel, Meer und Windgötter fehlen hier. Sie steht allein vor einem schwarzen Grund auf einem schmalen grauen Steinsims, in der Haltung der antiken Venus pudica, die rechte Hand vor der Brust, die linke hält eine dicke Haarsträhne vor den Schoß. Gemalt ist sie auf Leinwand, damals in Florenz noch die Ausnahme. Das Museum schreibt das Bild Botticelli und seiner Werkstatt zu, denn die Figur wurde dort wiederholt. Zwei weitere Fassungen sind bekannt, eine in der Galleria Sabauda in Turin, eine in Schweizer Privatbesitz. Im Sommer 2016 hing die Berliner Venus in Turin neben ihrer Schwester. Aus der Nähe sieht man, dass das Haar mit flüssigem Muschelgold gehöht ist, und von den Schläfen laufen zwei dünne Zöpfe bis zur Brust hinab, die man leicht übersieht.





