
Venus, die Harfe spielend
Details
Die Geschichte
Kardinal Antonio Barberini, ein Neffe Papst Urbans VIII., gehörte zu den großen Förderern der Musik im Rom des 17. Jahrhunderts. In seinen Diensten stand der Harfenist und Komponist Marco Marazzoli, den man Marco dell'Arpa nannte, Marco von der Harfe. Für ihn malte Giovanni Lanfranco dieses Bild, zwischen 1630 und 1634, und das Museum kennt auch das Geschäft dahinter. Marazzoli gab der Tochter des Malers Musikunterricht, und das Gemälde war sein Lohn. Venus, halb entkleidet, neben ihr zwei singende Knaben, spielt eine Tripelharfe mit drei Saitenreihen, auf der sich jeder chromatische Ton greifen ließ. Das Instrument hat es wirklich gegeben. In sein Holz sind Bienen geschnitzt, das Wappentier der Barberini, und die Harfe selbst ist im staatlichen Museum der Musikinstrumente in Rom erhalten. Das Museum versteht das Bild als doppelte Huldigung, an die Musik und an die Malerei, und an die Mäzene, die beide förderten. Als Marazzoli 1662 starb, vermachte er das Bild testamentarisch Kardinal Antonio.




