
Titian · PD
Venus mit dem Spiegel
Details
Die Geschichte
Wann Tizian diese Venus malte, ist bis heute offen. Der italienische Staatskatalog setzt sie vor 1549 an, die Ausstellung in Forlì, die sie 2025 auslieh, gab 1565 an. Das Motiv war beliebt, Tizian und seine Werkstatt wiederholten es immer wieder. In der vollständigen Fassung hält ein kleiner Amor rechts einen Spiegel, und die Göttin betrachtet sich darin. Hier fehlt er. Die Leinwand wurde auf dieser Seite beschnitten, und Venus schaut nun an einer geschnitzten Möbelkante vorbei ins Dunkel. Was bleibt, ist die Malerei selbst: der dunkle, pelzgefütterte Umhang, der ihr bis zu den Hüften gerutscht ist, die Perle am Ohr, der Ring an der Hand, die sie auf die Brust legt, und das Kettenarmband am Handgelenk. Hinter ihr hängt ein roter Vorhang, so leicht gemalt, dass manche gerade darin Tizians eigene Hand erkennen.




