Venus mit dem Orgelspieler

Titian · PD

Venus mit dem Orgelspieler


Details

Künstler
Tizian
Jahr
1550
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
115 × 210 cm

Die Geschichte

Mitten im Ersten Weltkrieg kam dieses Bild nach Berlin. Vermittelt hat es der Wiener Maler und Kunsthändler Carl Moll, gekauft hat es Wilhelm von Bode, damals Generaldirektor der Berliner Museen. Davor gehörte es den römischen Fürsten Pio di Savoia, zusammen mit der Venus mit dem Lautenspieler, die heute in New York hängt. Tizian hat die liegende Venus mit einem Musiker mehrfach gemalt, mit Hilfe seiner Werkstatt und für verschiedene Auftraggeber. Das Museum datiert die Berliner Fassung in die Zeit nach seinem zweiten Aufenthalt am Hof Karls V. in Augsburg, der von 1550 bis 1551 dauerte. Der Organist im dunkelroten Samtwams sitzt mit dem Rücken zu uns und hat sich auf seiner Bank so weit umgedreht, dass weder seine Hände noch die Tasten zu sehen sind. Venus' nackter rechter Fuß liegt an seinem Oberschenkel. Ob Tizian hier selbst gemalt hat, ist umstritten. Der britische Kunsthistoriker Charles Hope hielt das Bild für eine schwache Werkstattarbeit. Das Museum verweist auf die malerische Qualität und auf Pentimenti, also Korrekturen während des Malens, die gerade an der Figur des Organisten zu erkennen sind. Über ihm glänzen oben links die silbernen Pfeifen der Orgel.

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