
Paul Signac · PD
Blick auf die Seine bei Herblay
Details
Die Geschichte
Spätestens 1903 hing diese kleine Leinwand in der Pariser Wohnung von Edmond und Lucie Cousturier. Er schrieb über Kunst, sie malte und hatte bei Signac gelernt, und Signac hatte ihnen das Bild selbst geschenkt. Im selben Haushalt befand sich Seurats großes Gemälde „Ein Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte“, das Lucies Vater 1900 für sie gekauft hatte. Die Ansicht von Herblay ist auf Fotografien ihrer Räume zu erkennen und im Hintergrund eines Bildnisses, das der Maler Maximilien Luce 1903 von Lucie malte.
Entstanden ist sie 1889 an der Seine bei Herblay, einem Dorf flussabwärts von Paris. Unten links steht „Op. 203“. Im Wasser und im Himmel bleibt zwischen Punkten und kurzen Strichen die blassgraue Grundierung stehen, und daher kommt der silbrige Ton des Flusses. Am Ufersaum und auf dem Hügelkamm sind noch feine gezeichnete Linien zu sehen. Die Sammlerin Julia Appleton Bird erwarb das Bild 1960 in New York und schenkte es 1980 dem Museum.




