
Titian · PD
Maria mit Kind und den Heiligen Stephanus, Hieronymus und Mauritius
Details
Die Geschichte
Tizian malte diese Pappelholztafel um 1520, und sie ist voll, dicht gedrängt mit Halbfiguren, so wie er damals gern erzählte. Den Aufbau hat er sich von einem anderen Bildthema geliehen, der Anbetung der Könige. Maria sitzt nicht in der Mitte, sondern ist nach links gerückt, das Kind strampelt auf ihrem Schoß, und von rechts drängen die Heiligen heran, als stünden sie Schlange. Es sind der Kirchenvater Hieronymus, der Erzmärtyrer Stephanus und der Soldatenheilige Mauritius, Männer aus ganz verschiedenen Jahrhunderten, die hier nebeneinander Platz suchen. Eine zweite Fassung desselben Bildes hängt im Louvre. Die Wiener Tafel war zwischen 1638 und 1649 in England, in der Sammlung des schottischen Adligen James Hamilton, und kam danach an Erzherzog Leopold Wilhelm.




