
Vision: Blumenvase
Details
Die Geschichte
Den Sommer 1900 verbrachte Redon in einem gemieteten Haus in Saint-Georges-de-Didonne an der Atlantikküste bei Royan, und dieser Strauß kam von den Wiesen ringsum. Margeriten, Kornblumen, Klatschmohn und Weizenähren, gepflückt vom Maler selbst oder von seiner Frau Camille und sofort gemalt. Auch das Gefäß gab es wirklich, eine Keramik der russischen Künstlerin Maria Botkina, deren Muster Redon ins Wolkige auflöste. Sonst ist hier nichts greifbar. Er gab den Blumen keine Tischkante und keine Wand, deshalb steht die Vase in einem weichen Farbfeld, das von erdigen Tönen nach oben in ein blasses Blau übergeht. Der Amsterdamer Kaufmann Andries Bonger kaufte das Bild im Jahr darauf. Er war der Schwager Theo van Goghs, und seiner Sammelleidenschaft ist es zu danken, dass heute eine große Gruppe von Redons im Van Gogh Museum hängt. Ende Dezember 1901 schrieb Redon ihm, dies sei eines der wirklich guten Bilder, die er gemalt habe, und es sei ihm wie eine Vision geblieben. Daher der Titel.




