Werl-Altar

Robert Campin · PD

Werl-Altar


Details

Künstler
Robert Campin
Jahr
1438
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
101 × 47 cm

Die Geschichte

Die beiden Tafeln im Prado sind alles, was von einem größeren Altar übrig ist. Eine Inschrift auf dem linken Flügel nennt das Jahr 1438 und den Auftraggeber: Heinrich von Werl, Franziskaner und Ordensprovinzial in Köln, der dort kniend neben Johannes dem Täufer erscheint. Der rechte Flügel zeigt die heilige Barbara, lesend in einer bürgerlichen Wohnstube, während durch das Fenster ihr Turm zu sehen ist. Auffällig ist der konvexe Spiegel hinter dem Stifter. Denselben Kunstgriff hatte Jan van Eyck vier Jahre zuvor im Arnolfini-Bildnis verwendet, und der Maler in Köln griff ihn hier auf. Wer dieser Maler war, ist bis heute umstritten. Lange schrieb man die Tafeln dem Meister von Flémalle zu, heute meist Robert Campin, doch manche Forscher sehen darin eher die Arbeit einer Werkstatt oder eines Nachfolgers. Die Mitteltafel ist verloren.

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