
Robert Campin · PD
Triptychon mit der Grablegung Christi
Details
Die Geschichte
Um 1420 begannen die Maler in den Niederlanden gerade erst zu entdecken, was das Öl vermochte, etwa durchscheinende Haut und Tränen, die echt wirken. Dieses kleine Triptychon gehört zu diesen ersten Schritten. In der Mitteltafel wird der Leichnam Christi ins Grab gesenkt, während vier Engel mit roten Flügeln um ihn weinen. Der Grund ist noch aus getriebenem Gold, wie in den alten Altären, doch die Gesichter gehören schon zu einer anderen Art zu malen. Das Werk wird gewöhnlich dem sogenannten Meister von Flémalle zugeschrieben, den man seit 1909 mit Robert Campin gleichsetzt, einem urkundlich bezeugten Maler aus Tournai. Da kein Werk sicher von seiner Hand stammt, sind sich die Forscher bis heute uneins. Die Engel tragen die Leidenswerkzeuge Christi: die Nägel, die Dornenkrone, den Schwamm und die Lanze.




