
Giuseppe Arcimboldo · PD
Winter
Details
Die Geschichte
Arcimboldo war 1563 erst ein Jahr am Wiener Hof der Habsburger, angestellt als Porträtist und vor allem beschäftigt mit Turnieren und Hochzeitsfesten. In diesem Jahr malte er die vier Jahreszeiten als Köpfe, und der Winter ist der knorrigste von ihnen. Das Gesicht ist ein alter Baumstumpf. Rissige Rinde bildet die Haut, ein abgebrochener Ast die Nase, ein Baumpilz den Mund, und aus dem Schädel wuchern kahle Zweige und Efeu. Nirgends zeigt sich ein Stück natürlicher Haut. Die einzigen Früchte sind eine Zitrone und eine Orange, die vor der Brust hängen, Früchte, die gerade in der kalten Jahreszeit reifen. Auf dem Kragen aus Strohgeflecht ist ein M eingeflochten. Das Museum liest es als Hinweis auf Maximilian, den Thronfolger, für den die Serie wohl bestimmt war und der im Jahr darauf Kaiser wurde.




