
Junge Frau in blauem Kleid mit Fächer
Details
Die Geschichte
Palma und Tizian arbeiteten zur gleichen Zeit in Venedig und malten beide dieselbe neue Bildgattung, eine schöne junge Frau in Halbfigur, gedacht für einen privaten Raum, ohne Attribut einer Heiligen und ohne Geschichte. Diese Tafel entstand um 1512 bis 1514, als Tizian noch keine 30 war.
Das Kunsthistorische Museum zeigt an ihr, wie verschieden die beiden dieselbe Aufgabe lösten. Tizians Frauen scheinen von innen zu leuchten. Palma geht es um die Oberfläche. Haar, Haut und Stoff sind so gleichmäßig gemalt, dass sie beinahe fremd wirken, ihr eigentlicher Charakter wird zum Dekor. Das Gesicht ist so weit idealisiert, dass es in mehreren seiner Bilder stehen könnte. Der Fächer, der dem Bild den Namen gibt, ist nur ein schmales Detail in ihrer Hand.
Die übrigen Palmas des Museums hängen gemeinsam in Saal 2, sie aber allein in Saal 4.




