
Die Geschichte
Im zehnten Stock des Aichi Arts Center, im Viertel Sakae mitten in Nagoya, reitet ein Ritter in goldener Rüstung auf einem schwarzen Pferd über eine dunkle Leinwand. Es ist „Das Leben ein Kampf“, auch „Der goldene Ritter“ genannt, das Gustav Klimt 1903 in Wien in Öl, Tempera und Blattgold malte. Es war das erste Werk Klimts, das in ein öffentliches Museum in Japan gelangte, und es ist bis heute das bekannteste Bild im Präfekturmuseum für Kunst Aichi.
Das Museum eröffnete hier 1992, als die Präfektur Theater, einen Konzertsaal, eine Kunstbibliothek und Ausstellungsräume in einem einzigen Gebäude vereinte. Sein Vorgänger war eine Kunstgalerie der Präfektur, die 1955 in Sakae eröffnet worden war. Die Sammlung richtet sich auf das 20. Jahrhundert, und so reichen die Säle von Klimt, Pablo Picasso, Pierre Bonnard und Max Ernst bis zu Malern der Nachkriegszeit wie dem Amerikaner Morris Louis, daneben moderne japanische Malerei und Kunsthandwerk.
Zwei Schenkungen aus der Region prägen die Sammlung besonders. Fujii Tatsukichi, der das japanische Kunsthandwerk modernisieren half, hinterließ 1.477 Werke. Kimura Teizo, ein Sammler aus Nagoya, der 2003 starb, gab zu Lebzeiten mehrere Hundert, und seine Tochter fügte nach seinem Tod fast 3.000 weitere hinzu, darunter mehr als 200 Arbeiten des Malers Kumagai Morikazu. Sie haben heute einen eigenen Saal, in dem die Auswahl wechselt.
