
Die Geschichte
Ein Rembrandt hängt in einer Wasserburg an der niederländischen Grenze, in einem Haus, das dieselbe Fürstenfamilie seit über 300 Jahren bewohnt. Das Bild Diana im Bade mit Aktaion und Kallisto von 1634 vereint zwei Geschichten des römischen Dichters Ovid auf einer Leinwand, den Jäger Aktaion, der die Göttin beim Baden überrascht, und die Nymphe Kallisto, deren Schwangerschaft entdeckt wird. Fürst Ludwig Carl Otto zu Salm-Salm kaufte es 1774 bei einem Pariser Händler.
Die Familie Salm ließ sich um 1700 in Anholt nieder und baute die mittelalterliche Wasserburg zur barocken Residenz aus. Gemälde erscheinen schon in einem Burginventar von 1576, und das Museum zeigt heute mehr als 750 Objekte, darunter rund 260 Gemälde, vor allem niederländische und flämische Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts von Künstlern wie Gerard ter Borch, Gerard van Honthorst und David Teniers dem Jüngeren.
Bomben zerstörten im März 1945 rund 70 Prozent der Burg. Die Sammlung überstand den Krieg, weil sie in einem Bergwerk im Sauerland eingelagert war, und kehrte in die Ausstellung zurück, als das Haus wiederhergestellt war.
