Die Geschichte
Im September 2025 eröffnete die Diözese Bergamo ihr Museum neu, im alten Bischofspalast an der Piazza Duomo in der Oberstadt, zwischen der Basilika Santa Maria Maggiore und der Cappella Colleoni. Zehn Räume auf zwei Etagen zeigen rund 60 Werke vom 14. bis zum 20. Jahrhundert, vieles davon Kunst aus den Kirchen der Diözese. Das Museum trägt den Namen von Adriano Bernareggi, Bischof von Bergamo von 1936 bis 1953, der die Arbeit der Diözese zum Schutz dieser Kunst in Gang setzte.
An der Spitze der Gemälde steht Lorenzo Lotto, der Venezianer, der von 1513 bis 1525 in Bergamo arbeitete. Hier hängt seine Himmelfahrt Mariens und ebenso seine Heilige Dreifaltigkeit, gemalt für eine später abgerissene Dreifaltigkeitskirche. Das Bild gehört der Pfarrei Sant'Alessandro della Croce, die es dem Museum als Leihgabe überlassen hat. Nach Lotto folgen Andrea Previtali, ein in Venedig ausgebildeter Maler aus der Gegend, der Porträtist Giovan Battista Moroni und Evaristo Baschenis, bekannt für Stillleben mit Musikinstrumenten. Im selben Palast liegt die Aula Picta, der Audienzsaal der Bischöfe aus dem 13. Jahrhundert, dessen Wände Szenen aus dem Leben Christi zeigen.
