Santa Felicita

Santa Felicita

Florenz, Italien · Website


Die Geschichte

Wer in Santa Felicita zur Wand über dem Eingang hinaufschaut, sieht ein breites Fenster hinter einem schweren Gitter. Es gehört zum Vasari-Korridor, dem überdachten Gang, den die Medici 1565 bauen ließen, um vom Palazzo Vecchio über den Fluss zum Palazzo Pitti zu gelangen, ohne die Straße zu betreten. Der Gang führt mitten durch die Fassade der Kirche, und hinter diesem Gitter konnte die großherzogliche Familie ungesehen die Messe verfolgen.

Der Ort gehört zu den ältesten christlichen Kultstätten von Florenz, doch der Innenraum, den man heute sieht, ist größtenteils das Werk des Architekten Ferdinando Ruggieri, der die Kirche in den 1730er-Jahren umbaute.

Gleich rechts vom Eingang liegt die kleine Cappella Capponi, die Filippo Brunelleschi in den 1420er-Jahren entwarf. Auf ihrem Altar steht Pontormos Kreuzabnahme, gemalt zwischen 1525 und 1528. Auf dem Bild gibt es weder Kreuz noch Grab, nur einen Kreis junger Gestalten in blassem Rosa und Blau, die fast schwerelos wirken, während sie den Leichnam Christi tragen. Giorgio Vasari, Maler und Biograf, der Pontormo kannte, schrieb, er habe die Kapelle drei Jahre lang abgeschirmt, damit niemand das Werk sehe, auch nicht der Auftraggeber Lodovico Capponi. Pontormo malte auch die Verkündigung als Fresko an der Wand daneben, und die vier runden Evangelistenbilder hoch oben in den Ecken teilen Fachleute zwischen ihm und seinem jungen Schüler Bronzino auf.

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Sammlung

1 Werk