St.-Johannes-Konkathedrale

St.-Johannes-Konkathedrale

Valletta, Malta · Website


Die Geschichte

Wer die St.-Johannes-Konkathedrale in Valletta betritt, geht zuerst über einen Boden aus rund 400 eingelegten Marmorgrabplatten. Jede erinnert an einen Ritter des Johanniterordens, der Kreuzfahrerbruderschaft, die Malta ab 1530 regierte. Totenschädel, Kronen, Wappen und lateinische Inschriften reichen vom Portal bis zum Hochaltar. Es war die eigene Kirche der Ritter, in den 1570er-Jahren von dem maltesischen Festungsbaumeister Girolamo Cassar errichtet, und ihre schlichte, wehrhafte Fassade verrät nichts vom vergoldeten Inneren.

Dieses Innere ist größtenteils das Werk eines einzigen Mannes. Mattia Preti, ein Maler aus Kalabrien, der dem Orden beitrat, bedeckte in den 1660er-Jahren das lange Gewölbe mit Szenen aus dem Leben Johannes des Täufers, des Schutzpatrons der Ritter, und malte dabei in Öl direkt auf den Stein.

Viele Besucher kommen wegen zweier Gemälde von Caravaggio. Er erreichte Malta 1607 auf der Flucht vor einem Todesurteil, weil er in Rom einen Mann getötet hatte, und wurde für kurze Zeit selbst zum Ritter. Im Oratorium hängt Die Enthauptung Johannes des Täufers von 1608, mehr als fünf Meter breit. Es ist das einzige Bild, das er je signierte, und er schrieb seinen Namen in das Blut, das aus dem Hals des Heiligen fließt. Wenige Monate später wurde er eingekerkert, floh und wurde aus dem Orden ausgestoßen, der Überlieferung nach in eben diesem Oratorium.

In der Nähe hängt der kleinere Schreibende Hieronymus, ein alter Gelehrter, über sein Buch gebeugt, neben einem Schädel. Im Dezember 1984 schnitten Diebe das Bild aus dem Rahmen. Zwei Jahre später kam es nach langen Verhandlungen zwischen den Dieben und Maltas Museumsdirektor zurück und musste restauriert werden, bevor es wieder gezeigt wurde.

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Sammlung

2 Werke