
Die Geschichte
Auf einer Anhöhe über dem Zentrum von Toyota, der japanischen Stadt, die man vor allem mit ihrem Autohersteller verbindet, steht das städtische Kunstmuseum auf dem Gelände der Burg Koromo, deren wiederaufgebauter Eckturm noch nahe dem Eingang aufragt. Das Museum wurde 1995 in einem Bau von Yoshio Taniguchi eröffnet, dem japanischen Architekten, der später das Museum of Modern Art in New York umgestaltete. Seine langen, niedrigen Baukörper aus Stein und Glas blicken über ein weites, flaches Wasserbecken, in einer Anlage des amerikanischen Landschaftsarchitekten Peter Walker. Draußen empfangen eine kubische Skulptur von Sol LeWitt und eine rostige Stahlplatte von Richard Serra die Ankommenden.
Die Sammlung gilt der Kunst seit den Anfängen der Moderne, Japanisches und Westliches nebeneinander. Ihr bekanntestes Bild ist Gustav Klimts „Bildnis Eugenia Primavesi“, 1913 in Wien gemalt, die Dargestellte in einem weiten gemusterten Gewand vor leuchtend gelbem Grund. Auch Egon Schiele und Oskar Kokoschka sind vertreten, und James Ensors „Liebesgarten“ von 1888 kam 1993 in die Sammlung, zwei Jahre vor der Eröffnung.
Ein eigener Flügel, ebenfalls von Taniguchi, ist Takahashi Setsuro gewidmet, einem avantgardistischen Künstler, der mit Lack arbeitete, und in einer Ecke des Vorgartens steht ein kleines Teehaus nach Taniguchis Entwurf.
