Umkreis des Friedrich Pacher
Heiliges Römisches Reich · Spätgotik
Die Geschichte
Umkreis des Friedrich Pacher ist die Bezeichnung für Bilder, die in der Nähe dieses Tiroler Malers entstanden, in seiner Werkstatt oder bei Künstlern, die in seiner Art arbeiteten, wenn sich keine einzelne Hand benennen lässt. Friedrich Pacher stammte aus Neustift, dem Augustiner-Chorherrenstift bei Brixen in Südtirol. Er arbeitete bei mehreren Aufträgen mit Michael Pacher zusammen, dem Maler und Schnitzer des Altars von St. Wolfgang, der oft als sein Bruder bezeichnet wird, auch wenn kein Dokument das belegt.
Das Belvedere besitzt vier schmale Tafeln von etwa 1490, jede rund 62 Zentimeter hoch, auf Zirbenholz gemalt und noch in ihren originalen Rahmen. Auf den Innenseiten stehen vier jungfräuliche Märtyrerinnen, Barbara, Margareta, Katharina und Dorothea. Die Außenseiten zeigen männliche Heilige, Pantaleon, Alexius, einen vermutlich als Stephanus gedeuteten Heiligen und Kassian, den Patron der Diözese Brixen. Die Tafeln stammen aus einem Brixner Patrizierhaus, gingen 1909 durch den Kunsthandel in Meran und wurden von Erzherzog Franz Ferdinand, dem habsburgischen Thronfolger, erworben, bevor sie 1921 ins Belvedere kamen.
Werke
4 Werke
Hl. Barbara (Innenseite) und hl. Kassian (Außenseite)Umkreis des Friedrich Pacher, 1490
Hl. Katharina (Innenseite) und (hl. Stephanus?) (Außenseite)Umkreis des Friedrich Pacher, 1490
Hl. Dorothea (Innenseite) und hl. Alexius (Außenseite)Umkreis des Friedrich Pacher, 1490
Hl. Margarete (Innenseite) und hl. Pantaleon (Außenseite)Umkreis des Friedrich Pacher, 1490