Herri met de Bles

Herri met de Bles

Südliche Niederlande · Nordische Renaissance, Manierismus


Die Geschichte

Herri met de Bles malte die Welt, als sähe man sie von einem hohen Hügel: weite Panoramen blauer Fernen, gewundene Flüsse und winzige Reisende, während das eigentliche Thema — ein Heiliger, eine biblische Geschichte — oft klein in einer Ecke saß. Diese Art Bild, die „Weltlandschaft", hatte in Antwerpen Joachim Patinir begründet, mit dem Bles wohl verwandt war und dessen Manier er fortführte.

Schon sein Beiname sagt, dass man ihn an einer weißen Strähne im Haar erkannte. „Met de Bles" heißt ungefähr „der mit der Strähne". In Italien, wo seine kleinen Tafeln geschätzt und gesammelt wurden, gab man ihm einen anderen Namen, Civetta, „das Käuzchen", weil er gern irgendwo in jede Szene eine kleine Eule setzte, für scharfe Augen zum Finden.

Über sein Leben ist so gut wie nichts überliefert, und kein einziges Bild trägt eine gesicherte Signatur von seiner Hand. Die Eule wurde stattdessen zur Signatur, ein kleines geheimes Zeichen im Laub, das die Suche danach zum Teil des Bildbetrachtens macht.

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Werke

6 Werke