
Landschaft mit der Flucht nach Ägypten
Details
Die Geschichte
Eine alte Legende erzählt, dass auf der Flucht nach Ägypten die Götzenbilder zerbrachen, sobald das Jesuskind an ihnen vorüberzog. Auf dieser kleinen Holztafel geschieht genau das, allerdings so klein, dass man es suchen muss. Maria reitet auf einem Esel, Josef geht neben ihr, ganz unten am Bildrand, und dicht bei ihnen stürzt ein steinernes Idol in Stücke. Der Rest gehört dem Alltag auf dem Land, einem Bauern am Pflug, Leuten auf einem gelben Feld, Dörfern mit spitzen Dächern und einem Berg in der Ferne. Die Tafel hat einen langen Weg hinter sich. Im Jahr 1592 verzeichnete sie das Inventar der Lucrezia d'Este in Ferrara als Werk des Civetta, wie man den flämischen Maler Herri met de Bles in Italien nannte. Lucrezia vermachte ihre Gemälde 1598 dem Kardinal Pietro Aldobrandini, dem Neffen des Papstes. 1626 taucht das Bild bei den Aldobrandini in Rom auf, 1693 bei den Borghese.




