Meister der Divisio Apostolorum

Heiliges Römisches Reich · Spätgotik


Die Geschichte

1494 malte ein Künstler in der Steiermark, im Südosten des heutigen Österreich, wie sich die Apostel voneinander verabschieden, bevor sie in alle Welt ausziehen, um zu predigen. Lateinisch heißt dieses Thema Divisio Apostolorum. Die Tafel stammt aus dem Benediktinerstift Admont, befindet sich heute in der National Gallery of Ireland in Dublin und hat ihrem anonymen Maler den Namen gegeben.

Sein Stil bündelt mehrere Strömungen, die die Steiermark damals erreichten, aus der niederländischen, fränkischen und Salzburger Malerei. Außerdem griff er auf den Meister des Schottenaltars in Wien zurück und auf Kompositionen des Kupferstechers Martin Schongauer. Auch eine Maria mit den Vierzehn Nothelfern im Grazer Joanneum wird ihm zugeschrieben.

Das Belvedere besitzt zwei Tafeln aus einem Marienleben, um 1490 bis 1495 auf Fichtenholz gemalt. Die eine zeigt die Geburt Mariens, die andere die Begegnung ihrer Eltern Joachim und Anna an der Goldenen Pforte von Jerusalem. Die Begegnung kam 1923 als Widmung von Freiherr Hugo von Grundherr aus München an das Kunsthistorische Museum.

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Werke

2 Werke