
Théodore Géricault · PD
Ein Karabinier, halbfigürlich dargestellt
Details
Die Geschichte
Um 1814, als Géricault diesen Soldaten malte, war dessen Ausrüstung erst wenige Jahre alt. Napoleons Karabiniers waren lange in blauen Röcken und Bärenfellmützen geritten. Erst ein Dekret vom Dezember 1809 steckte sie in Weiß und in einen stählernen, mit Messing überzogenen Kürass, und vollständig ausgestattet waren die Regimenter erst 1811. Im April 1814 dankte Napoleon ab, und das Kaiserreich, das sie so eingekleidet hatte, war am Ende. Der Maler, damals 22 Jahre alt, hielt in dieser Zeit mehrere solcher Reiter fest. Ein weiterer Karabinier von ihm, zusammen mit seinem Pferd, gehört heute dem Museum der Schönen Künste in Rouen. Hier sieht man den Mann im strengen Profil, mit Messingkürass und roten Epauletten. Der Louvre erwarb die Leinwand 1851 auf einer öffentlichen Versteigerung für 1500 Francs.




