
Rembrandt, A Slaughtered Ox, 1655. Wikimedia Commons. · PD
Der geschlachtete Ochse
Details
Die Geschichte
1655 steckte Rembrandt bereits in Geldnöten, die ihn wenige Jahre später ruinieren sollten. In dieser Zeit malte er ein Motiv, das für ein großes Gemälde ungewöhnlich niedrig war: einen ausgeweideten, an den Hinterbeinen aufgehängten Ochsen in einem dunklen Verschlag. Es gibt keine Handlung, keine Geschichte, nur das rohe Fleisch, das er mit dick aufgetragener, geradezu leuchtender Farbe wiedergab. Im Halbdunkel hinten schaut eine Magd durch einen Türspalt herein. Jahrhunderte später hat dieses schlichte Bild Maler wie Chaïm Soutine und Francis Bacon zu ihren eigenen Fleischstücken angeregt.




