
Hans Holbein the Younger · PD
Passionsaltar
Details
Die Geschichte
Diese acht Szenen waren einmal die Aussenseite. Geschlossen zeigte der Altar die Passion, geöffnet gab er den Blick auf geschnitzte Figuren frei, die längst verloren sind. Holbein malte die Tafeln um 1524 in Basel, für eine Altarstiftung am Münster. Die Gefangennahme, das Verhör bei Kaiphas, die Verspottung setzt er in die Nacht und beleuchtet sie mit Fackeln und Laternen, sodass die Gesichter aus dem Dunkel auftauchen. Menschenmengen und Wolken laufen über die Tafelgrenzen hinweg weiter. Wenige Jahre später wurden solche Bilder in Basel gefährlich. Im Februar 1529 zog der Bildersturm durch die Kirchen, Altäre wurden zerschlagen und verbrannt. Diesen brachte man ins Rathaus. Dort ist er 1642 in der Ratskapelle bezeugt und zählte zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt, bis er 1770 in die öffentliche Kunstsammlung kam, wo ein Restaurator die Abfolge der Bilder neu ordnete.





