
Viktor Vasnetsov · PD
Aljonuschka
Details
Die Geschichte
Im Sommer 1881 wohnt Wasnezow bei Abramzewo, dem Gut des Industriellen und Mäzens Sawwa Mamontow. Dort versammelt sich ein Kreis von Künstlern, die sich für die alten Bräuche und die russischen Märchen begeistern, und Wasnezows Malerei wendet sich in diesen Jahren vom direkten Sozialthema der Wanderer ab, hin zu einem volkstümlicheren, fast liedhaften Ton. Man verbindet das Bild mit dem Märchen von der Schwester Aljonuschka, doch der Maler erzählte, das Gesicht habe ihm ein wirkliches Bauernmädchen eingegeben, dem er zufällig begegnet war, mit stiller Trauer im Blick. Er setzte sie auf einen grauen Stein am dunklen Waldweiher, umgeben von Schilf und jungen Espen, und die ganze Natur scheint mit ihr zu trauern. Viele Kritiker waren verwirrt und sahen darin eine Abkehr von der Wahrheit des Lebens. Damals nannte man verwaiste Bauernmädchen häufig Aljonuschkas.




