
Vincent van Gogh · PD
Herbstlandschaft mit vier Bäumen
Details
Die Geschichte
Im Frühjahr 1884 hatte Van Gogh beim französischen Theoretiker Charles Blanc über den Simultankontrast gelesen, und danach richtete er sich beim Malen weniger nach dem, was er wirklich vor sich sah. Die Bäume hier standen hinter dem Garten des Pfarrhauses in Nuenen, wo sein Vater Prediger war. Im November 1885 setzte er sie in einen einzigen orangebraunen Zusammenklang, ohne das Gelb des Laubs zu treffen, das dort tatsächlich hing. Ihn beschäftigte, wie viele Abstufungen innerhalb einer Farbfamilie nebeneinander bestehen können. An seinen Bruder Theo schrieb er, die Gesetze der Farbe seien unaussprechlich großartig, eben weil sie keine Zufälle seien. Wenige Wochen nach diesem Bild brach er nach Antwerpen auf und sah Nuenen nicht wieder. Die schweren Erdtöne, die hier alles zusammenhalten, verschwanden in Paris innerhalb eines Jahres aus seiner Palette.




