
Korb mit Pfirsichen, Nüssen, Messer und Weinglas
Details
Die Geschichte
Laurent Laperlier gehörte zu den ersten Sammlern, die im 19. Jahrhundert gezielt nach Bildern Chardins suchten, und dieses besaß er spätestens 1860. Wie er dazu kam, wird auf zwei Arten erzählt. Nach der hübscheren Fassung, die auch in den Unterlagen des Louvre steht, kaufte er es für 20 Francs bei einer Wäscherin oben in der Rue des Martyrs, am Hang des Montmartre. Für glaubwürdiger hält das Museum die zweite. Kurz nach 1854 erwarb Laperlier das Bild bei der Nachlassversteigerung eines alten Architekten, angeblich eines Verwandten Chardins, der in ärmlichsten Verhältnissen nahe der Porte Saint-Martin gelebt hatte.
Chardin hat die Leinwand 1768 signiert und datiert und im Jahr darauf im Salon gezeigt, zusammen mit einem Traubenkorb, der später zerstört wurde. Die Pfirsiche liegen auf Blättern in einem flachen Korb, links steht ein Becherglas mit Rotwein, ein Messer ragt über die Tischkante, daneben liegen zwei Walnüsse, eine davon aufgebrochen. Glas und Nüsse kehren auf einem kleinen Bild mit drei Birnen aus denselben Jahren wieder, das ebenfalls im Louvre ist. Als Laperliers Sammlung 1867 versteigert wurde, zahlte das Museum 1324 Francs für die Pfirsiche.




