
Rembrandt, Belshazzar's Feast, 1636. Wikimedia Commons. · PD
Belsazars Gastmahl
Details
Die Geschichte
Rembrandt wohnte in Amsterdam Tür an Tür mit der jüdischen Gemeinde, und einer seiner Nachbarn war der gelehrte Rabbiner Menasse ben Israel. Von ihm bekam er offenbar die hebräische Inschrift, die dieses Bild trägt. Der babylonische König Belsazar feiert ein Gelage aus den geraubten Gefäßen des Jerusalemer Tempels, als eine Hand aus dem Nichts Worte an die Wand schreibt. Rembrandt fängt den Sekundenbruchteil des Erschreckens, der König fährt herum, der Wein schwappt aus den Bechern, ein Gesicht ist voller Entsetzen. Das Rätselhafte steckt in der Schrift selbst. Die hebräischen Zeichen sind nicht in Zeilen, sondern in Spalten von oben nach unten angeordnet, und so erklärt das Bild ganz nebenbei, warum niemand am Tisch die Botschaft entziffern kann.




