
Vincent van Gogh, Birds' Nests, 1885. Wikimedia Commons. · PD
Vogelnester
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Die Geschichte
Im Herbst 1885 lebte Van Gogh bei seinen Eltern im brabantischen Dorf Nuenen, und sein Atelier füllte sich mit Vogelnestern. Sein Malerfreund Antoon Kerssemakers erinnerte sich später an bis zu 30 Stück, teils selbst auf der Heide gesammelt, teils den Dorfkindern abgekauft, für etwa zehn Cent das Nest. Gemalt hat er sie als Tonstudie vor einem beinahe schwarzen Grund, in dem das geflochtene Reisig das wenige Licht aufnimmt. Das Nest links stammt vermutlich von einem Zaunkönig. Für Van Gogh gehörten diese Bauten zu denselben Motiven wie die strohgedeckten Kleinbauernhäuser ringsum, die er in Briefen Menschennester nannte. Fünf solcher Stillleben mit Nestern entstanden 1885 kurz hintereinander, bevor er Nuenen im November Richtung Antwerpen verließ.




